WKF Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e.V.

Marktreport: Geringer Absatzrückgang in 2007

Marktzahlen 2007

Marktzahlen 2007

Gut gemischt gewinnt bei Kräuter- und Früchtetees


Hamburg, 14. Mai 2008
Mit 36.336 Tonnen blieb der Absatz von Kräuter- und Früchtetee 2007 in Deutschland auf einem stabil hohen Niveau. Die neuen Marktzahlen der Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e. V. (WKF), Hamburg, präsentieren eine steigende Beliebtheit der Mischungen und leichte Rückgänge bei einigen klassischen Monosorten. Insgesamt wurden 2,6 %, entsprechend
970 Tonnen, weniger verkauft (2006: 37.306). Heißgeliebter Dauerbrenner der Monosorten war in 2007 die Pfefferminze. Größter Gewinner war in diesem Marktsegment der Rooibos/Rotbuschtee, der gleich um 4,8 % zulegte. Bei den Mischungen lagen deutlich die nicht-aromatisierten im Trend mit einem Zuwachs von 8,9 % auf 4.240 Tonnen. Das Jahr 2008 stellt die Branche durch eine dramatische Verknappung einiger Rohwaren vor schwere Probleme. So können z.B. trotz extremer Preissteigerungen voraussichtlich nicht genügend Hagebutten beschafft werden.

 

Über 12,1 Milliarden Tassen Kräuter- und Früchtetee (Anm.: auf Basis von 3g pro Tasse gerechnet) genossen die Bundesbürger in 2007, davon entfielen 58 % auf Monosorten wie Pfefferminze, Kamille und Rotbusch (2006: 60 %). Die aromatisierten und nicht-aromatisierten Mischungen verbesserten ihren Anteil auf 42% (2006: 40 %).

Renaissance des Rotbusches
Die Monosorten mussten mit 21.072 Tonnen (2006: 22.297 Tonnen) einem Absatzrückgang von 5,5 % hinnehmen. Während die frische Pfefferminze das gleiche Ergebnis mit 6.115 verkauften Tonnen (2006: 6.114) erreichte und sich damit weiterhin auf Platz 1 in diesem Segment sonnt, blieben die anderen Klassiker unter ihrem Vorjahresergebnis. So erzielte die milde Kamille 4.308 Tonnen (2006: 4.464), der würzige Fenchel 3.803 Tonnen (2006: 3.938) und die fruchtige Hagebutte/Hibiskus 3.122 Tonnen (2006: 3.274). Der südafrikanische Rotbusch/Rooibos legte nach Verlusten im Vorjahr mit 2.805 Tonnen wieder zu (2006: 2.677) und hat sich mittlerweile als „neuer Klassiker“ etabliert.

Pure Mischungen munter im Markt
Ein schönes Plus von 1,7% verbuchen die Kräuter- und Früchtetee-Mischungen mit 15.264 Tonnen gegenüber 15.009 Tonnen in 2006. Die Lorbeeren für diesen Zugewinn können die nicht-aromatisierten Mixe tragen, die mit 4.240 Tonnen (2006: 3.894) gleich +8,9 % einheimsten. Die aromatisierten, die im Mischungen-Markt einen Anteil 72 % halten (2006: 74 %), verloren leicht um 0,8 % auf 11.024 Tonnen (2006: 11.115 Tonnen).


Sorte Absatz 2007 in Tonnen 2007 vs. 2006
Kräuter- und Früchtetee gesamt 36.336 - 2,6 %
Kräuter- und Früchtetee Mono 21.072 - 5,5 %
Pfefferminze 6.115 +/- 0 %
Kamille 4.308 - 3,5 %
Hagebutte/Hibiskus 3.122 - 4,6 %
Fenchel 3.803 -3,4 %
Rotbusch/ Rooibos 2.805 + 4,8 %
Sonstige 919 - 49,8 %
Kräuter- und Früchtetee-Mischungen 15.264 +1,7 %
aromatisiert 11.024 - 0,8 %
nicht-aromatisiert 4.240 + 8,9 %

2008: Beschaffung steht im Vordergrund
Die Verknappung vieler Rohwaren, die durch Faktoren wie Klimawandel und weltweit sinkende Anbauflächen rapide voranschreitet, wird 2008 zu weiteren Preissteigerungen führen. „Der Trend, Ackerflächen für die Produktion von Pflanzen für die Futter- und Energiebranche zu nutzen, ist für arbeitsaufwendige Kräuter und Früchte besonders fatal“, sagt Dr. Monika Beutgen, Geschäftführerin der WKF. Die deutschen Importeure und Anbieter von Kräuter- und Früchtetee sehen sich vor dem Problem, ausreichende Mengen für die hohe Nachfrage in der Bundesrepublik zu beschaffen – egal zu welchem Preis. „Dennoch werden unsere Produkte weiterhin gegenüber vergleichbaren Getränken ein sehr günstiges Preisniveau behalten“, so Dr. Beutgen weiter.

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