WKF Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e.V.

Marktzahlen 2005

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Kräuter- und Früchtetees in 12,9 Milliarden bundesdeutschen Tassen Marktreport: Mit 1,7 % Absatzplus auch in 2005 wohltuend

Hamburg, 27.4.2006

In der Tasse liebt man es bunt – Kräuter- und Früchtetee blieb auch in 2005 mit einem Absatzplus von 1,7 % auf 38.780 Tonnen ein blühendes Segment im bundesdeutschen Lebensmittelhandel. Neue Verbraucher eroberten erneut die aromatisierten Kräuter- und Früchtetee-Mischungen mit 11.837 Tonnen (2004: 10.745 Tonnen), während die Basis-Sorten stabil blieben. Die aktuellen Marktzahlen der Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e. V. (WKF), Hamburg, bescheinigen den mannigfaltigen Kompositionen damit den Hauptanteil an dem positiven Trend. „Das Angebot an Mischungen ist heute größer und vielfältiger denn je“, sagt Dr. Monika Beutgen, Geschäftsführerin der WKF. „Und über den reinen Trinkgenuss hinaus stehen wachsender Zusatznutzen sowie auch mehr Emotionalität im Vordergrund.“

 

Über 12,9 Milliarden Tassen Kräuter- und Früchtetee (Anm.: auf Basis von 3g pro Tasse gerechnet) wurden im vergangenen Jahr in Deutschland aufgebrüht. Rund 41% davon waren aromatisierte und nicht-aromatisierte Mischungen. Die so genannten Mono-Sorten, deren Hauptvertreter Pfefferminze, Kamille, Hagebutte/Hibiskus, Fenchel und Rotbusch stellen, kamen in 2005 entsprechend mit 59 % (2004: 61,5 %) zum Zug.

Basis-Sorten bleiben stabil

Pfefferminze, Kamille und Konsorten - die Klassiker unter den Kräuter- und Früchtetees – halten sich mit 23.014 Tonnen (2004: 23.466 Tonnen) im üblichen Schwankungsrahmen stabil. Weiterhin genießen säurearme Sorten eine Bevorzugung, so legte die Kamille leicht um 0,5% auf 4.759 verkaufte Tonnen zu, ebenso wie Fenchel mit einem Plus von 2,4% auf nun 3.930 Tonnen. Der relativ hohe Säuregehalt des Hibiskus bescherte der Sorte Hagebutte/Hibiskus erneut ein Absatzminus (-6,2 %) auf jetzt 3.425 Tonnen. Die Top 5-Liste führt nach wie vor die frische Pfefferminze mit 5.862 Tonnen (-1,9 %) an.

Den leichten Rückgang der Mono-Sorten in Höhe von -1,9 % zugunsten der Mischungen verantwortet auch der südafrikanische Rooibos/Rotbusch, der in den vergangenen Jahren einen wahren Boom erlebte. Als Mono-Sorte verlor er 9 % auf 2.821 Tonnen, stabilisierte sich aber damit auf hohem Niveau und etablierte sich als Bestandteil vieler Kräutertee-Mischungen und trägt in diesem Segment wiederum zum Absatzplus bei.

Gemischt für jede Gelegenheit

Vielfalt liegt im Trend, nicht nur bezogen auf den Geschmack, auch auf Nutzen und Anlass. So sonnen sich die Kräuter- und Früchtetee-Mischungen weiterhin in der Gunst der Verbraucher und verkauften sich in 2005 gleich um 7,5 % mehr auf 15.766 Tonnen (2004: 14.666 Tonnen). Die aromatisierten Heißgetränke halten dabei mit 75% den Hauptanteil in diesem Segment. Die nicht-aromatisierten Kompositionen, in 2004 mit 26,7 % an dem Mischungen-Mix beteiligt, blieben mit einem Plus von 0,2 % stabil.

Sorte Absatz 2005 in Tonnen 2005 vs. 2004
Kräuter- und Früchtetee gesamt 38.780 + 1,7 %
Kräuter- und Früchtetee Mono 23.014 - 1,9 %
Pfefferminze 5.862 - 1,4 %
Kamille 4.759 + 0,5 %
Hagebutte/Hibiskus 3.425 - 6,2 %
Fenchel 3.930 + 2,4 %
Rotbusch/ Rooibos 2.821 - 9,0 %
Sonstige 2.217 - 2,2 %
Kräuter- und Früchtetee-Mischungen 15.766 + 7,5 %
aromatisiert 11.837 + 10,2 %
nicht-aromatisiert 3.929 + 0,2 %


Trendy auch in 2006

Nicht nur wegen des langen Winters erwartet die WKF für 2006 weiterhin einen dynamischen Markt. „Die verschiedenen Kräuter- und Früchtetees werden heute als Teil des Lifestyles je nach erwünschtem Nutzen oder Anlass gezielt eingesetzt – als wohlschmeckender Genuss, sei es zum Entspannen, zur Belebung, Kräftigung oder unterstützend zur Entschlackung“, so Frau Dr. Beutgen. Und nicht zuletzt sieht die WKF in den innovativen Angeboten mit exotischen Kräutern und Früchten frische Akzente, die zu neuen Genüssen einladen.

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