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Kräuter- und Früchtetee mit Rekordplus

Marktreport: Absatz stieg in 2003 um 8,7 %

Kräuter- und Früchtetees sind "in" - daran lassen die aktuellen Marktzahlen der Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e. V. (WKF), Hamburg, für 2003 keinen Zweifel aufkommen. Der positive Trend der Vorjahre setzte sich nicht nur fort, die Beliebtheit der Aufgussgetränke aus Kräutern und Früchten nahm mit einem Absatzplus von 8,7 % gleich beträchtlich zu.

 

wkf infografik

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Nach dem Zuwachs von 2,8 % im Jahr 2002 stieg der Verbrauch von Kräuter- und Früchtetees in 2003 um 2.964 Tonnen auf insgesamt 36.950 Tonnen. Es wurden damit bundesweit in etwa 900 Mio. Tassen Kräuter- und Früchtetee zusätzlich konsumiert (Anm.: auf Basis von 3g pro Tasse gerechnet). Halten sich die Deutschen in ihrer generellen Konsumfreudigkeit nach wie vor zurück, so wächst doch der Markt für die aromatischen "Wohltäter" in starkem Maße.

Heiß begehrt, ob Mischung oder Mono

Gut gemischt ist spitze: In 2003 legten die Kräuter- und Früchtetee-Mischungen mit 11,5 % auf 13.601 Tonnen überdurchschnittlich zu (2002: 12.198 Tonnen). Konstant liegt ihr Anteil am Gesamtabsatz bei rund 37 %. Für den Boom sorgten hauptsächlich die aromatisierten Mischungen mit 16,3 % Zuwachs auf nun 9.761 Tonnen. Die nicht aromatisierten Mixe konnten immerhin, im Gegensatz zum Vorjahr, eine positive Tendenz mit einem Gewinn von 1,0 % erzielen: insgesamt 3.840 und damit +38 Tonnen.

Die so genannten Monosorten, wie Kamille, Pfefferminze und Rotbusch, sind mit insgesamt 23.349 Tonnen und einer Absatzsteigerung um 7,2 % am guten Ergebnis beteiligt und stellen damit weiterhin das größte Segment im Gesamtmarkt.

Rooibos / Rotbusch weiter auf Siegeszug

In vielen deutschen Tassen geht es südafrikanisch zu: Einer ausgesprochen großen Beliebtheit erfreute sich 2003 der Rotbusch-/Rooibos-Tee. Unter den Monodrogen ist er, wie in den letzten Jahren, der Hauptgewinner. Gleich 1.200 Tonnen mehr konnten in diesem Segment abgesetzt werden. Dies entspricht einem überragenden Plus von rund 60 % und dem Platz 5 der beliebtesten Sorten.

Klassiker als Favoriten

Den zweitgrößten Zuwachs bei den Monosorten kann ein Klassiker verzeichnen. Mit guten 4,2 % (im Vorjahr 13 %) mehr ist es erneut die Kamille, die immer häufiger getrunken wird. Ein Plus von immerhin 188 Tonnen auf mittlerweile 4.661 Tonnen weisen die 2003-Marktzahlen aus.

Der Primus, die Pfefferminze, soeben zur Arzneipflanze des Jahres 2004 gekürt, konnte 2003 wieder zulegen. Mit einem Zuwachs von 3,4 % und 5.869 Tonnen festigte die frische Kräuterpflanze damit wieder uneinholbar ihren Platz als Lieblingskräutertee der Deutschen. Auch Hagebutte/Hibiskus erholte sich mit 3,1 % Plus wieder und hält mit 3.926 Tonnen den 3. Platz der Top-Kräuter- und Früchtetees.

Die Gewinne der anderen gingen 2003 zu Lasten von Fenchel und Hibiskus/Malve, die als einzige der "großen" Mono-Tees einen Rückgang in den Absatzzahlen hinnehmen mussten. Während 2003 die Nachfrage nach Fenchel um 4 % zurückging, lag der Rückgang bei Hibiskus/Malve überraschenderweise bei 38 %.

Sorte Absatz 2003 in Tonnen 2003 vs. 2002
Kräuter- und Früchtetee gesamt
Kräuter- und Früchtetee Mono
Pfefferminze
Kamille
Hagebutte / Hibiskus
Fenchel
Rotbusch / Rooibos
Hibiskus / Malve
    Sonstige
Kräuter- und Früchtetee-Mischungen
    aromatisiert
    nicht-aromatisiert
36.950
23.349
5.869
4.661
3.926
3.574
3.200
525
1.594
13.601
9.761
3.840
+ 8,72 %
+ 7,16 %
+ 3,40 %
+ 4,20 %
+ 3,10 %
- 4,00 %
+ 60,00 %
- 37,94 %
+ 26,31 %
+ 11,50 %
+ 16,26 %
+ 1,00 %


Mate - der neue Shootingstar aus Südamerika?

Eine optimistische Prognose gibt die WKF für Mate ab. Der Absatz ist im vergangenen Jahr stabil geblieben, doch die Einfuhr wurde erheblich gesteigert. Nun bleibt abzuwarten, ob sich der "Geheimtipp" Mate, besonders als Zutat in Kräutertee-Mischungen geschätzt, tatsächlich zu einem der Aufsteiger mausert.

Die WKF blickt auch 2004 für den Absatz der Kräuter- und Früchtetees optimistisch in die Zukunft. Die gestiegenen Ansprüche der Verbraucher nach natürlichen und gesunden Lebensmitteln werden weiterhin für ein gutes Klima sorgen. Interessante neue Mischungen in Kombination mit den beliebten Klassikern sollen keinen Wunsch unerfüllt lassen und weiterhin die Tassen der Verbraucher mit vielfältigen aromatischen, wohltuenden und auch exotischen Genüssen füllen.

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