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Kräuter- und Früchtetees weiter auf Wachstumskurs

Marktreport: 2002 gutes Jahr für Kamille & Co.

Der Trend zu Kräuter- und Früchtetees ist ungebrochen, immer mehr Deutsche greifen zu der großen Vielfalt an Teeerzeugnissen aus Kräutern und Früchten. In der Beliebtheit der Verbraucher sonnen sich sowohl klassische Sorten als auch trendige Mischungen, die den Markt mit neuen Impulsen beleben.

Ein ansehnliches Absatzplus von 2,8 % gegenüber dem Vorjahr präsentiert die Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e. V. (WKF), Hamburg, in ihren aktuellen Marktzahlen für 2002. Der Gesamtabsatz stieg im vergangenen Jahr gleich um 926 Tonnen auf 33.986 Tonnen, das entspricht über 300 Mio. Tassen Kräuter- und Früchtetee, die zusätzlich bundesweit genossen wurden (Anm.: auf Basis von 3g pro Beutel gerechnet). In einem durch Konsumzurückhaltung geprägten Umfeld sieht die WKF für die Branche weiterhin optimistisch in die Zukunft.

 

Gut gemischt und solo erfolgreich

Die Kräuter- und Früchtetee-Mischungen legten 2002 mit 3,9 % auf 12.198 Tonnen überdurchschnittlich zu (2001: 11.740 Tonnen). Sie machen damit mittlerweile rund 36 % des Gesamtabsatzes aus. Den Löwenanteil jedoch halten weiterhin die sogenannten Monosorten mit 21.788 Tonnen (+ 2,8 %).

Aromatisch gemischt gefällt besonders gut: Den größten Absatz innerhalb der Kräuter- und Früchteteemischungen fanden 2002 wie im Jahr zuvor die "aromatisierten Varianten". Mit ihrer Geschmacksvielfalt von fruchtig über frisch bis würzig konnten sich die Kompositionen um 5,9 % von 7.930 in 2001 auf 8.396 Tonnen verbessern.

Die "nichtaromatisierten Kräuter- und Früchtetee-Mischungen" blieben 2002 stabil mit einem minimalen Verlust von 0,2 % auf 3.802 Tonnen (- 8 Tonnen).

Blume und Busch sind topp

Zwei Hauptgewinner von ganz unterschiedlicher Natur weisen die Absatzzahlen bei den Monodrogen aus. Den größten Zulauf verbuchte der südafrikanische Rotbusch-/Rooibos-Tee für sich, der 550 Tonnen mehr absetzte, rund 38 %. Mit 2.000 verkauften Tonnen in 2002 konnte der exotische Heiße auf Platz 5 der Monodrogen-Charts vorrücken. Den zweithöchsten Zuwachs mit immerhin noch 13 % konnte eine Altbekannte aus heimischen Landen verbuchen: die Kamille. Wie schon in 2001 findet auch sie immer mehr Freunde und machte 2002 ein sattes Plus von 515 Tonnen auf nun 4.473 Tonnen.

Aufgrund vieler frischer Alternativen im Mischungsbereich musste die Pfefferminze zwar Verluste (-4,9%) hinnehmen, zählt jedoch mit 5.676 Tonnen weiterhin unangefochten als Lieblingskräutertee im deutschen Markt. Hagebutte/Hibiskus gewann mit 0,7 % Plus wieder leicht hinzu und hält mit 3.808 Tonnen ihren 3. Platz. Fenchel verzeichnet ebenfalls einen leichten Gewinn (+ 1 %) auf hohem Niveau. Hibiskus/Malve musste aufgrund vieler neuer fruchtiger Mischungen im abgelaufenen Jahr Verluste (-18,3%) hinnehmen.

Sorte
Absatz
2002
inTonnen
2002
vs. 2001
Kräuter- und Früchtetee gesamt 33.986 + 2,80 %
Kräuter- und Früchtetee Mono 21.788 + 2,20 %
Pfefferminze 5.676 - 4,90 %
Kamille 4.473 + 13,01 %
Hagebutte/Hibiskus 3.808 + 0,66 %
Fenchel 3.723 + 0,11 %
Rotbusch/ Rooibos 2.000 + 37,93 %
Hibiskus/ Malve 846 - 18,26 %
Sonstige
1.262 - 10,31 %
Kräuter- und Früchtetee-Mischungen 12.198 + 3,90 %
aromatisiert
8.396 + 5,88 %
nicht-aromatisiert
3.802 - 0,21 %


Die Milden machen das Rennen

Bekömmlich sind alle Kräuter- und Früchtetees, so dass sich Trends vorwiegend am Geschmack und ihren individuellen Eigenschaften festmachen lassen. Die unterschiedlichen Entwicklungen zeigen, dass für neue Verbrauchertrends immer ein passender Kräuter- und Früchtetee im Angebot ist.

Lifestyle in der Tasse

Vielseitigkeit, Genuss und Wellness bleiben die Eckpfeiler des Erfolges der Kräuter- und Früchtetees. Die WKF sieht weiterhin beste Chancen für neue Produkte und bewährte Klassiker. Kräuter- und Früchtetees entwickelten sich nach ihrer Ansicht vom reinen Getränk weiter, sie sind mittlerweile Ausdruck eines Lifestyles: sich bewusst etwas Gutes tun und gleichzeitig genießen.

 

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