Immer schön flüssig - Frauenpower durch Trinken
Frühling liegt in der Luft und damit für viele auch eine Diät oder ein neues Fitnesstraining. Gerade Frauen beginnen jetzt oft ein stressiges Rundumneu-Programm und vergessen dabei den wichtigsten Jungbrunnen: Flüssigkeit. Täglich sollten wir mindestens 1,5 bis 2 Liter zu uns nehmen, lautet die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. Tatsächlich erreichen nur knapp ein Drittel der Deutschen diese Menge, und zwar vorwiegend Männer. Denn bei der Einstellung zum täglichen Trinken zeigen sich zwischen Männern und Frauen gravierende Unterschiede. Frauen trinken deutlich weniger als Männer, wie auch jüngst wieder eine Online-Umfrage belegte.
Schön, schlank, gesund
Schon fast fatal erscheint, dass Wasser oder kalorienarme Getränke wie Kräuter- und Früchtetees, viele der Ziele, die frau sich steckt, enorm effektiv unterstützen. Nicht nur die körperliche Fitness, auch die geistige steigt mit dem Flüssigkeitskonsum. Die Zellen werden optimal versorgt, der Stoffwechsel kann Schadstoffe besser ausscheiden, die Haut wirkt frischer und der Energiepegel steigt. Auch bei Schlankheitskuren ist Trinken nicht nur notwendig, es nimmt auch das Hungergefühl. Ungesüßte Kräuter- und Früchtetees bieten sogar noch vielfältige Geschmackserlebnisse und helfen so, Heißhungerattacken vorzubeugen.
Nicht zuletzt stellt unzureichendes Trinken ein erhöhtes Gesundheitsrisiko dar. So kann es eine Reihe von Krankheiten mitverursachen, wie zum Beispiel Nieren- und Blasenleiden, Verstopfungen und Magenbeschwerden. Dadurch erklären sich neben den anatomischen Unterschieden die zehn mal so häufig auftretenden Harnwegsentzündungen bei Frauen.
Während Männer (67 Prozent) eher gerne trinken, fällt Frauen (46 Prozent) die Flüssigkeitsaufnahme oft schwer (Online-Umfrage, durchgeführt von Professor Dr. Volker Pudel, Leiter der Ernährungspsychologischen Forschungsstelle an der Universität Göttingen). Die Gründe für die mangelnde Flüssigkeitsaufnahme liegen darin, dass das Trinken einfach vergessen wird, kein Durst empfunden wird oder schlichtweg keine Lust besteht, etwas zu trinken. Psychologischer Hintergrund ist bei Frauen weiterhin, dass erziehungsbedingt Hemmungen bestehen, fremde Toiletten aufzusuchen. Die Folge sind das Unterdrücken des Durstes und eine möglichst geringe Flüssigkeitsaufnahme.
Gewohnheiten ändern mit Trinktraining
Neben dem Durstgefühl beeinflussen erlernte Verhaltensweisen die Trinkgewohnheiten. In bestimmten Situationen, zum Beispiel bei Stress, wird das Durstgefühl unterdrückt oder nicht wahrgenommen. Mit einigen Tricks ist es viel leichter, täglich genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Wer nur wenig oder selten Durst verspürt, dem hilft folgendes Trinktraining: Tagsüber in jeder Stunde ein Glas Wasser oder eine Tasse Kräuter- und Früchtetee (200 ml) trinken. In der Anfangszeit kann ein Wecker helfen, der mit einem stündlichen Signal ans Trinken erinnert. Schon nach wenigen Wochen ist man so konditioniert, dass der Körper automatisch ein "Durstsignal" sendet. Auch sollten Getränke ein fester Bestandteil jeder Mahlzeit sein. Ein Getränk in Reichweite erinnert ans Trinken.
Immer nur das Gleiche im Becher oder Glas, das kann leicht langweilig werden. Wer für mehr Abwechslung bei der Getränkeauswahl sorgt, dem fällt es leichter, sich zum Trinken zu motivieren: Neben Wasser, das es mittlerweile auch aromatisiert gibt, eignen sich besonders heiße oder kalte Kräuter- und Früchtetees, die in den verschiedensten Geschmacksrichtungen erhältlich sind.
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