Kamille: Beliebter Klassiker
Kamillentee zählt zu den Klassikern unter den Kräuter- und Früchtetees und steht in der Rangliste der beliebtesten Sorten ganz weit oben. Bereits seit Jahrzehnten zählt Kamille neben Pfefferminze zu den meistverkauften Kräuter- und Früchtetees. Der typische, ausgeprägte Duft der Kamille ist allseits bekannt und beliebt und fast jeder wird in seinem Leben schon einmal eine Tasse dampfend-heißen Kamillentee getrunken haben.
Vom Wildkraut zum kultivierten Anbau
Während die Kamille früher als Wildkraut in ganz Europa wuchs, sind die Hauptanbauländer inzwischen Argentinien, Ägypten, Deutschland sowie einige osteuropäische Länder. Die Kamille blüht in Europa von Mai bis August. Die Ernte erfolgt überwiegend von Juni bis Juli. Die beste Zeit der Blütenlese liegt 3 bis 5 Tage nach dem Aufblühen, da sich in den Blüten zu diesem Zeitpunkt der höchste Gehalt an geschmacksgebenden ätherischen Ölen befindet.
Die Blüte: der Aromaspender
Die echte Kamille (Matricaria chamomilla) ist eine einjährige Pflanze, die zwischen 10 und 55 cm hoch wird. Sie hat einen aufrechten, stark verzweigten Stängel mit grünen Blättern. Die weißen Strahlblüten besitzen einen goldgelben, kegelförmigen und hohlen Blütenboden. Der Blütenboden wölbt sich stark nach oben und gibt der Kamillenblüte ihre typische Form. Die Kamillenblüten - Flores chamomillae - enthalten das ätherische Öl, das dem Kamillentee seinen milden, blumigen Geschmack verleiht. Sie werden geerntet und auf Trockengestellen oder in Warmluftöfen vorsichtig getrocknet, um das Aroma nicht zu gefährden. Im Teeaufguss lösen sich vor allem die wasserlöslichen Flavonoide, die eine krampflösende Wirkung besitzen. Viele Menschen schwören deshalb bei Magen- und Darmbeschwerden ebenso auf ein Glas Kamillentee wie bei Bronchitis oder Halsschmerzen.
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