
Marktzahlen 2006 |
Pfefferminz ist der Prinz der Kräuter- und Früchtetees
Marktreport: Wärme sorgt für leichten Absatzrückgang in 2006
Hamburg, 9.5.2007Kräuter- und Früchtetee genießt mit 37.306 verkauften Tonnen auch in 2006 die Gunst der Bundesbürger. Wie der gesamte Heißgetränkemarkt blieb der Absatz jedoch aufgrund des warmen Sommers und milden Herbst/Winters leicht hinter den Erwartungen zurück. Die aktuellen Marktzahlen der Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e. V. (WKF), Hamburg, weisen gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 3,8 % aus (2005: 38.780). Gewinner ist der Frische unter den Kräutern und Früchtchen, der Pfefferminztee, der sich in einem schönen Plus von 4,3 % auf 6.114 Tonnen sonnt. Stabil blieben zudem Fenchel und nicht-aromatisierte Kräuter- und Früchtetee-Mischungen. „Nach den sehr erfolgreichen Vorjahren sind Schwankungen normal“, sagt Dr. Monika Beutgen, Geschäftsführerin der WKF. „Wir bewegen uns auf einem hohen Niveau, von 2002 bis Ende 2006 nahm der Absatz mit insgesamt 3.320 Tonnen um rund 10 % zu.“ Nachhaltige Wachstumschancen sieht die WKF in der aktuellen Diskussion über das rapide zunehmende Übergewicht der Deutschen. „Kräuter- und Früchtetee ist praktisch kalorienfrei und unglaublich vielseitig im Geschmack – insbesondere für Kinder eine ideale Alternative zu gesüßten Getränken oder auch Wasser.“
Der Trend ging 2006 wieder zu Monosorten wie Pfefferminze, Kamille und Rotbusch, auf die rund 60 % (2005: 59 %) der über 12,4 Milliarden Tassen Kräuter- und Früchtetee (Anm.: auf Basis von 3g pro Tasse gerechnet) entfielen. Die anderen gut 40 % teilen sich aromatisierte und nicht-aromatisierte Mischungen (2005: 41 %).
Klassiker anhaltend kraftvoll
Die Monosorten waren 2006 mit einem Rückgang von 3,1 % gegenüber den Mischungen geringeren Schwankungen unterlegen. Neben der frischen Pfefferminze, mit 6.114 Tonnen (2005: 5.862 Tonnen) unangefochtenen die Nummer 1, verlockte vermehrt der würzige Fenchel. Mit einem erneut leichten Plus von 0,2 % auf 3.938 Tonnen war er 2006 der drittliebste Klassiker der Bundesbürger und verdrängt damit Hagebutte/Hibiskus vom Treppchen, die ein Minus von 4,4 % hinnehmen musste. Platz 2 hält mit 4.464 Tonnen (-6 %) die milde Kamille. Der südafrikanische Rotbusch/Rooibos verliert als Monosorte 5,1 % auf 2.677 Tonnen, verleiht jedoch mittlerweile vielen Kräuter- und Früchtetee-Mischungen seine aromatische Note.
Gemischte Trends bei den Mischungen
Aus Kräuter- und Früchtetee-Sicht zeigten die Verbraucher letztes Jahr einen Hang zum Purismus. Nach dem satten Plus von 7,5 % in 2005 verloren die Mischungen in 2006 4,8% auf 15.009 Tonnen (2005: 15.766 Tonnen). Während die nicht-aromatisierten Mixe mit 3.894 Tonnen (-0,9 %) stabil blieben, verbuchten die aromatisierten ein Minus von 6,1 % auf 11.115 Tonnen. Nach wie vor bestimmen die aromatisierten Kompositionen mit 74 % Anteil den Mischungen-Markt (2005: 75 %).
| Sorte Absatz |
2006 in Tonnen |
2006 vs. 2005 |
| Kräuter- und Früchtetee gesamt |
37.306 |
- 3,8 % |
| Kräuter- und Früchtetee Mono |
22.297 |
- 3,1 % |
| Pfefferminze |
6.114 |
+ 4,3 % |
| Kamille |
4.464 |
- 6,2 % |
| Hagebutte/Hibiskus |
3.274 |
- 4,4 % |
| Fenchel |
3.938 |
+ 0,2 % |
| Rotbusch/ Rooibos |
2.677 |
- 5,1 % |
| Sonstige |
1.830 |
- 17,5 % |
| Kräuter- und Früchtetee-Mischungen |
15.009 |
- 4,8 % |
| aromatisiert |
11.115 |
- 6,1 % |
| nicht-aromatisiert |
3.894 |
- 0,9 % |
2007: Wachstum durch Abnehmen
Eine Belebung des Marktes erwartet die WKF nicht nur durch neue exotische und Lifestyle orientierte Sorten. Großes Potenzial für den kalorienfreien, wohltuenden Kräuter- und Früchtetee liegt in der zunehmenden Übergewichtigkeit der Deutschen. „Nachdem sich jetzt auch die Politik intensiver dieses Problems annimmt, ist ein zunehmendes Bewusstsein für gesunde Ernährung zu erwarten“, sagt Dr. Beutgen. „Unsere Aufgussgetränke sind ideale Begleiter beim Abnehmen, denn sie schmecken gut, bieten eine riesige Sortenvielfalt und sind äußerst bekömmlich.“ Auch im Preisvergleich mit Mineralwasser, Kaffee und Co. schneiden die Naturprodukte gut ab – nur Leitungswasser ist noch günstiger.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
WKF Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e.V.,
Frau Dr. Monika Beutgen, Gotenstr. 21, 20097 Hamburg,
Tel. 040/23 60 16-19, Fax 040/23 60 16-10/-11
E-Mail:
wkf@wga-hh.de
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