Sie befinden sich hier : Veröffentlichungen - Archive - 2009 - Januar 2009

 

Mit Fasten frisch wie der Frühling

Lifestyle:

Fasten ist der Frühjahrsputz für Körper, Geist und Seele, denn er sorgt für äußeres und inneres Wohlbefinden. So verzichten viele Menschen ein bis zwei Mal im Jahr für eine Woche auf feste Nahrung, nehmen nur Wasser, Kräuter- und Früchtetee, Fruchtsaft und Gemüsebrühe zu sich. Diese Zeit kann man ganz individuell nutzen, um Gewohntes loszulassen, etwas Neues zu beginnen. Nach alter christlicher Tradition dient das Fasten der Reinigung der Seele und der Buße für begangene Sünden. Viele nutzen es heute als belebende Kur, bei welcher der gesundheitliche Aspekt im Mittelpunkt steht.

 

Mit Willen zum Wohlgefühl

Für manche eine Selbstkasteiung, ist das Fasten für andere eine Zeit von glücklicher Zufriedenheit, von unbeschwerter Leichtigkeit und neuer Energie. Für Hochgefühle beim Hungern gibt es inzwischen sogar wissenschaftliche Erklärungen. Forscher untersuchten, wie Botenstoffe und Hormone auf den Nahrungsentzug reagieren. Dabei fanden sie heraus, dass es ungemein wichtig ist, die Entscheidung zum Fasten freiwillig zu treffen. Nur unter dieser Voraussetzung stuft das Gehirn die Situation als nicht bedrohlich ein und verzichtet auf die Produktion von Stresshormonen.
Stattdessen nimmt nach etwa drei Tagen die Ausschüttung von Serotonin zu und sorgt für innere Harmonisierung und Zufriedenheit. Der Kopf kommt zur Ruhe, Energie wird frei. Fastende schlafen oft wenig und fühlen sich trotzdem erholt. Sie empfinden sich als verbundener mit sich selbst, sind gelassener und offener. Nicht nur Geschmack oder Duft werden intensiver wahrgenommen, alle Sinne sind geschärft.

Zeit zum Umdenken

Was hingegen in unserem Organismus geschieht, wenn die gewohnte Ernährung ausfällt, ist unter Experten umstritten. Fasten-Anhänger sprechen von innerer Reinigung und Entschlackung, vom Heilfasten als Medizin gegen Zivilisationskrankheiten. Schulmediziner wenden ein, dass der Organismus geschwächt wird, wenn er seine eigenen Eiweißvorräte verzehrt, und warnen vor einer Sucht nach der Fasten-Euphorie.
Wer fasten will, muss gesund und belastbar sein. Ein Weg zum Abnehmen ist der Nahrungsentzug nicht, das verlorene Gewicht stellt sich danach fast immer wieder ein. Das Fasten bietet jedoch eine gute Möglichkeit, um mit eingeschliffenen Gewohnheiten zu brechen und sie durch gesündere Rituale zu ersetzen. Wenn man nach dem Fasten also mehr Obst und Gemüse isst, mehr Wasser, Kräuter-und Früchtetee trinkt, lässt sich das Abnehmen leichter erreichen.

Vielerlei Fastenkuren

Es bieten sich verschiedene Formen des Fastens an, die sich im Wesentlichen in der Art der erlaubten Flüssigkeiten unterscheiden. Beim totalen Fasten nimmt man nur Wasser und Tee zu sich, davon aber reichlich. Das Saftfasten hingegen lässt auch geringe Mengen an Obst- und Gemüsesäften zu, um den täglichen Vitaminhaushalt zu gewährleisten. Das klassische Heilfasten nach dem Arzt Otto Buchinger sorgt durch eine spezielle Kartoffelsuppe für die nötigen Nährstoffe und beim Molkefasten werden wiederum ein Liter Molke, ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees sowie Wasser über den Tag verteilt getrunken. Kräuter- und Früchtetees sind ohnehin ideale Begleiter in den asketischen Tagen. Sie gestalten das Fasten mit ihrer Sorten- und Geschmacksvielfalt abwechslungsreicher, sind wohltuend für den leeren Magen und enthalten darüber hinaus Mineralien und viele wichtige Pflanzeninhaltsstoffe.

Nachher wie neu

Nach dem Fasten ist die Zeit besonders günstig, schon lange aufgeschobene Pläne zu verwirklichen. Man fühlt sich stark, weil man erfahren hat, dass man einige Zeit ganz aus sich leben kann. Mit dieser neuen Kraft lässt sich der Frühling gleich doppelt genießen!

 

Angehängte Dateien

Info & News Januar 2009 129.99 KB

 

Druckfreundliche Ansicht