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Warenkunde

Cranberries – kugelrund und so gesund

Nicht nur Fast-Food schwappt aus den USA zu uns herüber, mit den Cranberries bietet Nordamerika uns eine ausgesprochen gesunde und vielseitig genießbare Frucht. Auch wenn der Name und die rote Farbe süße Beeren-Assoziationen wecken – diese Heidekrautgewächse sind mit den Preiselbeeren verwandt und roh ein sauer-herbes Vergnügen. Ihre kulinarischen Vorzüge entwickeln die festen, kugelrunden Früchte erst erhitzt, zum Beispiel als Kompott, in Kuchen oder Saucen. Heiß begehrt ist die feinsäuerliche Frucht mit den vielen wertvollen Inhaltsstoffen neuerdings auch in Kräuter- und Früchtetees. Pur oder mit anderen aromatischen Kräutern und Früchten sind die feinsäuerlichen, aromatischen Tees rund ums Jahr erfrischend und sollen Dank der Berries zudem gegen die Frühlingsmüdigkeit helfen.

 

Vom Kranichkopf zur hüpfenden Moosbeere

Wenn ab Mai in den Hochmooren der nördlichen USA und Kanadas riesige Felder zartrosa und weiß blühen, beginnt die Zeit der Cranberries. Dem Aussehen der Blüten verdankt der bodendeckende, nur bis 40 cm hohe Strauch seinen Namen. Die ersten Pilger sahen in ihnen den Kopf eines Kranichs, eines „Cranes“, so dass die Beere „Crane Berry“ getauft wurde - heute verkürzt zu Cranberry. An der botanisch Vaccinium macrocarpon genannten Pflanze entwickeln sich bis September die kirschgroßen, auch Moorbeeren genannten Früchte, die auf verschiedene Weisen geerntet werden. Neben der Mähdreschung hat sich die Nassernte bewährt. Die Sträucher werden überflutet, Maschinen erzeugen dann Strudel, welche die Beeren lösen. In ihrem Inneren befinden sich vier Luftkammern, so dass die Berries schwimmen und nun einfach abgesaugt werden können. Bevor sie weiterverarbeitet werden, müssen sie noch einen Hüpftest bestehen: Nur frische und einwandfreie Cranberries schaffen es, eine 10 cm hohe Barriere zu überspringen.

Minis mit Maxi-Inhalt

Die kleinen Cranberries sind für die Gesundheit wahre Superhelden. Sie enthalten Vitamin C, Kalium, Phosphor und Antioxidantien. Wegen ihrer antimikrobiellen Wirkung werden die Beeren vorbeugend gegen Entzündungen des Mund-, Magen- und Darmtraktes empfohlen und sollen unter anderem gegen Harnwegsinfektionen helfen. Sogar vor der Bildung von Plaque auf den Zähnen sollen sie schützen, fanden Wissenschaftler jüngst heraus. Ebenso wie z.B. in den Harnwegen, verhindern in den Beeren enthaltene Stoffe wahrscheinlich das Anheften von Bakterien auf den Zähnen. Karies hat so deutlich weniger Chancen. Auch gegen die ungeliebte Frühjahrsmüdigkeit soll die rote Wunderbeere hilfreich sein und wird zudem als Anti-aging-Geheimtipp gehandelt.

Von Erntedankkompott bis Früchtetee

Das erste Erntedankfest 1621 in Neuengland wurde bereits mit Cranberries zum Truthahn gefeiert. Sie gehörten zu den nährstoffreichen Schätzen der Natur, die den halb verhungerten Pilgervätern das Leben in der Wildnis ermöglichten. Unter den Indianern waren die Früchte schon lange hoch geschätzt, nicht zuletzt wegen ihrer heilenden Eigenschaften. Heute erfreuen sie sich auch in Deutschland wachsender Beliebtheit als Getränk oder in der Küche. Frisch sind sie bei uns von Oktober bis Januar zu haben, das ganze Jahr über kann man sie getrocknet, als Saft oder – ganz trendy – als Tee genießen.

Purer Cranberry-Früchtetee oder viele neue Mischungen sind jetzt im gut sortierten Teefachgeschäft oder im Lebensmitteleinzelhandel erhältlich.

Eigener Anbau für Auge und Gaumen

Wer noch mehr Cranberries möchte, kann die Pflanze auch in Balkonkästen, Schalen und Beeten selbst anpflanzen. In gut sortierten Gärtnereien sind die anspruchslosen Sträucher mittlerweile zu haben. Sie sind winterhart und wachsen schnell zu einem dichten, schönen Teppich. Eine ausgewachsene Pflanze erfreut im Herbst mit bis zu 100 Beeren.

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