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Bunt und gesund im Trend

Marktzahlen 2009

Marktzahlen 2009

Marktreport: Kräuter- und Früchtetees stabil in 2009


Hamburg, 10. Mai 2010
Die vielseitigen Kräuter- und Früchtetees fanden auch 2009 beständigen Beifall bei den Deutschen. Nach einem Absatz-Plus von 2,1% in 2008 pendelten sich die aromatischen Aufgussgetränke letztes Jahr mit einem leichten Rückgang von 1,3% auf 36.617 verkaufte Tonnen (2008: 37.099 Tonnen) in der Bundesrepublik ein. Die neuen Marktzahlen der Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e.V. (WKF), Hamburg, zeigen Trends zu fruchtigen Produkten und zu nicht-aromatisierten Kräutertees. Die Monosorten wie Pfefferminze, Kamille und Fenchel blieben mit 20.409 Tonnen (2008: 20.694 Tonnen) das beliebteste Segment, das Verhältnis zu den bunten Kräuter- und Früchtetee-Mischungen präsentiert sich mit 55,8 % versus 44,2% unverändert. Ein Wachstum erwartet die Branche in 2010 insbesondere für den südafrikanischen Rooibos-Tee, der durch die Fußball-WM quasi in aller Munde ist.

 

12,2 Milliarden Tassen Kräuter- und Früchtetee (Anm.: auf Basis von 3g pro Tasse gerechnet) wurden in 2009 von den Deutschen genossen. Mit 4,9 % ist der Bio-Anteil gleichmäßig durch alle Sorten gewachsen und konnte gegenüber 2008 leicht zulegen.

Pfefferminze ist top in der Tasse


Von den 20.409 Tonnen Monosorten Kräuter- und Früchtetee erzielte die Pfefferminze in 2009 allein 5.950 Tonnen und ist damit erneut unangefochtene Herrscherin über dieses Segment. Mit gerade 285 Tonnen weniger als im Vorjahr (2008: 20.694 Tonnen), erwies sich der Absatz der Monotees nahezu konstant. So blieb auch die Hitliste der klassischen Top-Seller unverändert und musste nur minimale Verluste verbuchen. Hinter der Pfefferminze mit minus 134 Tonnen (-2,2 %) sonnt sich auf Platz zwei die milde Kamille mit 4.228 Tonnen (2008: 4.306). Dicht auf den Fersen ist ihr der würzige Fenchel, der sich mit 4.028 Tonnen (2008: 3.811) um 5,7% verbesserte. Die fruchtige Hagebutte/Hibiskus musste erneut 9,3 % abgeben auf abgesetzte 2.681 Tonnen (2007: 2.957). Leichte Verluste nahm als Monosorte auch der „neue Klassiker“ Rotbusch/Rooibos mit 2.588 Tonnen (-7,5%) hin. Der Südafrikaner findet sich jedoch zunehmend in den Mischungen wieder, so dass dieses Ergebnis als relativ zu betrachten ist. Die „sonstigen Sorten“(z.B. Melisse, Mate, Brennnessel) legten seit Jahren das erste Mal um 26,4% auf 934 Tonnen zu und halten damit 2,6 % im Monotee-Segment.

Kreativ kommt an


Der Kräuter- und Früchtetee-Markt ist ohne die vielen, stets um duftende Kompositionen bereicherten Mischungen nicht denkbar. So gehörten sie auch in 2009 mit 16.208 Tonnen (2008: 16.405 Tonnen) zu den Lieblingen der deutschen Teetassen. Erneut gewannen die nicht-aromatisierten Mixe mit 5.286 Tonnen (2007: 5.234) leicht hinzu. Die aromatisierten Mischungen sind mit 10.922 Tonnen (2008: 11.171 Tonnen) nach wie vor die absatzstärkste Gruppe. Insgesamt zeigt sich weiterhin eine Tendenz zu Produkt-Vielfalt.


Sorte Absatz 2009 in Tonnen 2009 vs. 2008
Kräuter- und Früchtetee gesamt 36.617 - 1,3 %
Kräuter- und Früchtetee Mono 20.409 - 1,4 %
Pfefferminze 5.950 - 2,2 %
Kamille 4.228 - 1.8 %
Fenchel 4.028 + 5,7 %
Hagebutte/Hibiskus 2.681 - 9,3 %
Rotbusch/Rooibos 2.588 - 7,5 %
Sonstige 934 + 26,4 %
Kräuter- und Früchtetee-Mischungen 16.208 - 1,2 %
aromatisiert 10.922 - 2,2 %
nicht-aromatisiert 5.286 + 1,0 %
Alle Sorten   Anteil am Markt
Bioanteil 1.794 4,9 %



Rotbusch belebt 2010


Geht es um Südafrika, darf Rotbusch/Rooibos nicht fehlen. Wenn sich die Welt um den runden Ball versammelt, erwartet die deutsche Teebranche auch einige Treffer für das bekömmliche Nationalgetränk des WM-Ausrichters. In 2010 ist Rotbusch bereits gut gestartet.

Für das Bio-Segment geht die Branche von einer erfolgreichen Fortsetzung des leichten Wachstums auch im laufenden Jahr aus.

 

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