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Gutes in Gold

Natürlich süßen mit Honig

Kräutertee wird noch wohltuender, wenn man ihn mit Honig süßt - ein Ammenmärchen oder heißer Tipp für die Saison? Neueste Untersuchungen der neuseeländischen Universität Waikato bescheinigen, was schon unsere Urahnen wussten: Honig ist ein wahrer Schatz der Natur, er lässt sogar Wunden schneller heilen als herkömmliche Behandlungsmethoden. Das sonnig-gelbe Gut ist bereits seit der Steinzeit bekannt, clevere Jäger nutzten es als Köder zum Erlegen von Bären. Im alten Ägypten war Honig die Speise der Götter und machte sie unsterblich. Hippokrates senkte mit Honigsalben Fieber. Und das Honigwasser verbesserte die Leistung der Athleten bei den antiken Olympischen Spielen. Heute findet der Honig immer noch vielseitig Verwendung: als Brotaufstrich und Süßungsmittel, Haus- und Heilmittel oder in der Kosmetik-Industrie, z.B. als Honigshampoo. Was ist das Geheimnis dieser bemerkenswerten Köstlichkeit?

 

Who is who im Honigreich

Es gibt diverse Honigsorten, die sich in Konsistenz, Farbe, Geschmack, Geruch, Haltbarkeit und Inhalts- bzw. Wirkstoffen unterscheiden. Je höher die Traubenzuckerkonzentration, desto heller und fester ist der Honig. Lange Haltbarkeit ist dagegen durch einen niedrigen Wasseranteil gegeben. Sortenhonige, wie beispielsweise Rapshonig, verdanken ihren typischen Geschmack der jeweiligen Trachtpflanze, nach der sie auch benannt werden. Die Ernte von Sortenhonigen ist nur in jenen Gebieten möglich, in denen die jeweilige Trachtpflanze gehäuft vorkommt.

"Fermentiert" statt "kaltgeschleudert"

Es lässt sich auf den ersten Blick nicht einfach erkennen, ob es sich um einen echten Qualitätshonig handelt oder um ein minderwertiges Produkt. Der Begriff "kaltgeschleudert" ist leider kein Merkmal für Güte, da in Mittel- und Nordeuropa praktisch jeder Honig "kaltgeschleudert" ist - also bei Raumtemperatur mit Schleudern aus den Bienenwaben geerntet wird. Qualitätshonig zeichnet sich vielmehr dadurch aus, dass er nicht stark erhitzt wurde, weil dabei wertvolle Enzyme zerstört und Vitamine verloren gehen. Dieser Honig wird mit "fermentiert" gekennzeichnet, was bedeutet, dass er viele Enzyme enthält.

Tee und Honig - ein tolles Team

Honig ist als Süßungsmittel für Kräuter- und Früchtetee besonders geeignet, da er die natürliche Süße vieler Tees unterstützt und dadurch den Geschmack harmonisch abrundet. Honig enthält neben Wasser und Zucker zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe. Das Zusammenspiel von verschieden Enzymen, Vitaminen, natürlichen Aroma- und Mineralstoffen verleiht dem Honig seine einzigartige Wirkung. So unterstützt er Wundheilungen und wirkt gegen Entzündungen. Außerdem fördern die natürlichen Wirkstoffe die körperliche Fitness und stärken die Widerstandskraft gegenüber verschiedenen Infektionen. Gepaart mit den gesunden Inhaltstoffen der Kräuter- und Früchtetees erhält man quasi eine geballte Ladung Wohltat.

Man sollte bei diesen ganzen positiven Wirkungen jedoch nicht vergessen, dass der "Goldfarbene", wie der Honig im Indogermanischen bezeichnet wird, sich bei einer Kaloriendichte von 285 - 330 kcal pro 100g auch schnell in "Hüftgold" umwandeln kann.

Tipp zur Vorweihnachtszeit:

Honig und Kräuter- und Früchtetees eignen sich hervorragend wegen ihres Geschmacks für die Weihnachtsbäckerei. Zum Backen empfiehlt sich grundsätzlich Honig mit einer festen Konsistenz, wie z.B. Kleehonig und Kräuter- und Früchtetee mit Anis, Zimt und anderen weihnachtlichen Gewürzen (Rezepte unter www.wkf.de). Trotz der wärmeempfindlichen Enzyme bleiben in jedem Fall die leicht verdaulichen Einfachzucker und wertvollen Mineralstoffe im Honig erhalten. Zum Backen von Honigkuchen oder Lebkuchen eignen sich eher cremige Sorten.

 

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