WKF Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e.V.

Aufschwung für den Aufguss

Marktzahlen 2008

Marktzahlen 2008

Marktreport: Kräuter- und Früchtetees mit Absatzplus in 2008


Schön anzusehen, verführerisch duftend, lecker und gesund – wer kann da widerstehen? Die Deutschen jedenfalls nicht. Mit einem Plus von 763 Tonnen auf 37.099 Tonnen stieg der Absatz von Kräuter- und Früchtetee 2008 in der Bundesrepublik um 2,1%. Der Trend zu Mischungen hält an, belegen die aktuellen Marktzahlen der Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e.V. (WKF), Hamburg. Gleich um 7,5 % auf 16.405 Tonnen (+ 1.104 Tonnen) legten die kunterbunten Mixe zu, wobei die Verbraucher wie im Vorjahr öfter zu den nicht-aromatisierten Kompositionen griffen. Die klassischen Monosorten Pfefferminze, Kamille & Co. bleiben mit 20.694 verkauften Tonnen das Stärkste Segment trotz eines leichten Rückgangs von 2,8 %. Die gute Entwicklung der Mischungen, die mit neuen lifestyle- und genussorientierten Produkten unterstützt wird, stimmt die Branche für 2009 optimistisch.

 

Von den 12,4 Milliarden Tassen Kräuter- und Früchtetee (Anm.: auf Basis von 3g pro Tasse gerechnet), die 2008 in Deutschland aufgegossen wurden, waren 44,2 % aromatisierte und nicht-aromatisierte Mischungen. Damit gewannen die Mixe 2,2 % am Kräuter- und Früchtetee-Marktes hinzu. (2007: 42 %). Die Monosorten sind mit einem Anteil von 55,8 % nach wie vor das beliebteste Segment (2007: 58 %).

Das klassische fünfblättrige Kleeblatt
Mit 20.694 Tonnen, 378 Tonnen weniger als im Vorjahr (2007: 21.072 Tonnen), blieb der Absatz der Monosorten relativ konstant. Erneut zeichnet sich die Vorherrschaft der fünf Klassiker ab. Sicher auf Platz 1 lässt die frische Pfefferminze die Kräuterkonkurrenz mit stabilen 6.084 Tonnen (2007: 6.115) hinter sich. Annähernd unverändert blieben auch die sanfte Kamille mit 4.306 Tonnen (2007: 4.308) auf Rang 2 und der aromatische Fenchel mit 3.811 Tonnen (2007: 3.803) auf dem dritten Platz. Ein Gerangel ist auf den folgenden Plätzen absehbar. Die fruchtige Hagebutte/Hibiskus musste 5,3 % abgeben auf 2.957 Tonnen (2007: 3.122). Sie behauptete zwar noch ihren vierten Rang, der Rotbusch/Rooibos rückt jedoch näher. Der inzwischen fest in deutschen Tassen etablierte Südafrikaner sonnte sich 2008 mit 2.797 verkauften Tonnen (2007: 2.805) unverändert im Erfolg. Die „sonstigen Sorten“ gaben erneut nach und machten mit 739 Tonnen nur noch 2 % im Monomarken-Segment aus.

Marktmotor Mischungen
Kräuter- und Früchtetee-Mischungen sind mit ihrer reichen Auswahl und Vielseitigkeit ganz der Geschmack der Bundesbürger und legten 2008 um 7,5% auf 16.405 Tonnen kräftig zu. Wie im Vorjahr waren die Hauptgewinner die nicht-aromatisierten Mixe, die mit 5.234 Tonnen (2007: 4.240) hervorragende +23,4 % erzielten. Sie verbesserten damit ihre Position im Mischungen-Segment von 28 % auf 31,9 %. Die aromatisierten Kompositionen stiegen um 1,3 % auf 11.171 Tonnen (2007: 11.024 Tonnen) und halten damit weiter der Löwenanteil.

Sorte Absatz 2008 in Tonnen 2008 vs. 2007
Kräuter- und Früchtetee gesamt 37.099 + 2,1 %
Kräuter- und Früchtetee Mono 20.694 - 2,8 %
Pfefferminze 6.084 - 0,5 %
Kamille 4.306 +/- 0 %
Hagebutte/Hibiskus 2.957 - 5,3 %
Fenchel 3.811 - 0,3 %
Rotbusch/ Rooibos 2.797 - 5,1 %
Sonstige 739 - 19,6 %
Kräuter- und Früchtetee-Mischungen 16.405 + 7,5 %
aromatisiert 11.171 + 1,3 %
nicht-aromatisiert 5.234 + 23,4 %


2009: Mit Mixen weiter voran
Mit neuen aromatischen Kreationen soll weiterhin der Trend zu Mischungen angekurbelt werden. „Der Verbraucher liebt die Abwechslung in der Tasse und im Glas. Die Vielseitigkeit der Mischungen, mit ihren neuen lifestyle- und wellnessorientierten Produkten, bietet ihm dies“, so Dr. Monika Beutgen, Geschäftsführerin der WKF. Bio-Produkte mit 1.336 verkauften Tonnen im Jahr 2008 erzielen einen Marktanteil von 3,6 %.