Kräuter- und Früchtetee nicht zu bremsen
Vielfältig, aromatisch und wohltuend - da kann der Teetrinker in Deutschland nicht widerstehen: Kräuter- und Früchtetees erzielten auch in 2004 ein dynamisches Absatzplus. Die aktuellen Marktzahlen der Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e. V. (WKF), Hamburg, weisen mit 38.132 Tonnen gegenüber 36.950 Tonnen in 2003 ein Wachstum von 3,2% (+1.182 Tonnen) aus. Das Rekordplus von 8,7 % in 2003 konnte erwartungsgemäß nicht wiederholt werden, der Zuwachs liegt jedoch über dem des Jahres 2002 (+2,8 %). "Nach dem Riesensprung in 2003 freut uns das erneut schöne Plus in 2004 natürlich besonders. Durch neue Sorten und Geschmacksrichtungen ist es gelungen, den Markt weiterhin zu beleben", kommentiert Dr. Monika Beutgen, Geschäftsführerin der WKF, die ungebrochene Nachfrage nach den Aufgussgetränken aus Kräutern und Früchten.
12,7 Milliarden Tassen Kräuter- und Früchtetee wurden im vergangenen Jahr in der Bundesrepublik genossen (Anm.: auf Basis von 3g pro Tasse gerechnet), knapp zwei Drittel davon (61,54 %) waren so genannte Mono-Sorten. Pfefferminze, Kamille, Rotbusch & Co. nahmen leicht um 0,5 % auf 23.466 Tonnen zu. Wie in den Vorjahren griffen die Konsumenten hingegen überproportional häufig zu den Kräuter- und Früchtetee-Mischungen, die um 7,83 % auf jetzt 14.666 Tonnen zulegten.
Frisch und mild macht den Markt
Bei den Mono-Sorten tendiert der Geschmack der Teetrinker in Deutschland zu frischen sowie säurearmen Varianten. Der Topseller bleibt hier eine gute Bekannte, die Pfefferminze, mit einem Plus von 1,29 % auf 5.945 Tonnen und damit 15,59 % am gesamten Kräuter- und Früchtetee-Markt. Platz 2 hält die milde Kamille stabil mit 4.666 Tonnen (+ 0,11 %), gefolgt von Fenchel, der damit Hagebutte/Hibiskus vom Treppchen verdrängt. Der aromatische Fencheltee konnte letztes Jahr deutlich um 7,39 % zulegen.
Die klassisch fruchtigen Erfrischungen wie Hagebutte/Hibiskus (-7 % auf 3.651 Tonnen) und Hibiskus/Malve (-28,76 % auf 374 Tonnen) werden zunehmend von neuen Fruchtkombinationen abgelöst. Dennoch halten beide zusammen immerhin noch 10,55 % am Gesamtmarkt.
Rotbusch jetzt auch in grün
Der Südafrikaner Rotbusch/Rooibos hat sich nach dem Boom in 2003 mit einem Zuwachs von 60 % jetzt auf 8,13 % Marktanteil (3.100 Tonnen) eingependelt. Er verlor zwar 100 Tonnen (-3,13 %), ist als Newcomer in grün jedoch viel versprechend. Dem grünen Rooibos, der geschmacklich durch seine frische und liebliche Note besticht, sagt die WKF für 2005 ein erfolgreiches Jahr voraus.
Die "sonstigen Mono-Sorten" erzielten eine Steigerung von 18,7 % und sind damit bei rund 5 % Marktanteil angelangt.
Mixe bleiben munter
Kräuter- und Früchtetee-Mischungen bereiten den Teetrinkern in Deutschland mit ihren vielfältigen Geschmacksrichtungen nach wie vor großes Trinkvergnügen. Vom weihnachtlich aromatisierten Gewürztee bis hin zu sommerlichen Tuttifrutti-Kompositionen - Mixe liegen im Trend. So erzielten sie 2004 gleich 7,83 % und sind mit 14.666 Tonnen bereits mit 38,46 % am Gesamtmarkt beteiligt (2003: 36,8 %).
Die aromatisierten Mischungen legten wie gewohnt stark zu, mit einem Plus von 10,08 % sprang der Absatz auf 10.745 Tonnen.
Nicht aromatisierte Mixe verdoppelten ihren Gewinn von 1 % in 2003 auf 2 %. Mit 3.921 Tonnen entspricht ihr Anteil am Gesamtmarkt gut 10,3 %.
| Sorte/ Absatz |
2004 in Tonnen |
2004 vs. 2003 |
Kräuter- und Früchtetee gesamt
- Kräuter- und Früchtetee Mono
- Pfefferminze
- Kamille
- Hagebutte/Hibiskus
- Fenchel
- Rotbusch/ Rooibos
- Hibiskus/ Malve
- Sonstige
- Kräuter- und Früchtetee-Mischungen
- aromatisiert
- nicht-aromatisiert
|
38.132
23.466
5.945
4.666
3.651
3.838
3.100
374
1.892
14.666
10.745
3.921
|
+ 3,20 %
+ 0,50 %
+ 1,29 %
+ 0,11 %
- 7,00 %
+ 7,39 %
- 3,13 %
- 28,76 %
+ 18,70 %
+ 7,83 %
+ 10,08 %
+ 2,10 %
|
Vorzeichen auch für 2005 günstig
Die WKF sieht auch in 2005 gute Voraussetzungen für eine positive Entwicklung des Kräuter- und Früchtetee-Markts. Als praktisch kalorienfreie und durchweg wohltuende Getränke, die sowohl heiß als auch kalt genossen werden können, passen sie rund ums Jahr perfekt zum Trend zu gesundem Genuss. Die außerordentliche Sorten- und Aromenvielfalt und nicht zuletzt das sehr günstige Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu anderen Getränken tragen zudem zu ihrer Attraktivität bei.
Neuheiten, wie der grüne Rotbusch-Tee oder innovative Mischungen, werden weiterhin neue Impulse setzen und das Angebot stets modern und interessant gestalten.
Angehängte Dateien
Info & News Mai 2005 53.50 KB
Info & News Mai 2005 39.16 KB
Druckfreundliche Ansicht