Marokkanische Minze

Genuss wie 1001 frische Nächte

Die marokkanische Minze (Mentha spicata var. Crispa) ist die weltweit am häufigsten angebaute Teeminze. Die „Nana-Minze“ bildet neben grünem Tee, kochendem Wasser und viel Zucker das marokkanische Nationalgetränk Atay b'nahna. Der erfrischende Minztee gehört in Marokko zum täglichen Leben und wird ebenso als Zeichen der Gastfreundschaft, wie bei Verhandlungen im Wirtschaftsleben gerne gereicht. Auch in Mitteleuropa erfreut sich die wohlschmeckende Minze als pures Aufgussgetränk oder würzige Zutat in vielen Kräuter- und Früchtetee-Mischungen immer größerer Beliebtheit.
 

Der Begriff Mentha leitet sich aus dem griechischem minthe ab, dem Namen einer Nymphe, die von der eifersüchtigen Persephone getötet und in diese Pflanze verwandelt wurde. Es gibt weltweit mehr als 200 Minzsorten, die Gattung Mentha besteht aus gut 25 Arten.

Mild und aromatisch
Die Marokkanische Minze gehört zu den krausblättrigen Spicataminzen, welche fast kein Menthol enthalten. Sie ist die beliebteste und deshalb am meisten genossene Teeminze weltweit. Ihr rauchig-süßer Geschmack, der in die arabische Welt entführt, findet jedoch nicht nur als Tee Verwendung, sondern auch in der Küche vielfältige Anwendung. Das geringe Menthol macht die sattgrüne, bis zu 60 cm hohe Pflanze weniger scharf und dafür bekömmlicher. Ihre kleinen Blüten sind blass lila, die spitz zulaufenden, rauen Blätter verströmen beim Zerreiben einen intensiven Spearmint-Geruch.

Reizvoll rund ums Jahr
Man schätzte die Minze schon im antiken Ägypten als Heil - und Gewürzkraut – sie wurde sogar den Pharaonen zum Schutz ins Grab gelegt. Aber nicht nur in warmen Regionen ist die winterharte Pflanze eine Wohltat. Pur zubereitet oder als Zutat köstlicher Kräuter- und Früchte-Mischungen ist die Marokkanische Minze in der kühlen Jahreszeit eine herrlich wärmender Genuss, der uns die Welt Marokkos ins Haus holt. Das belebende Aroma erfrischt die Atemwege und versetzt uns in die Welt von bunten Basaren und einsamen Karawanen.