Besser schlafen...

...mit Ritualen und Regeln wird was daraus

Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen wir schlafend. Schlaf ist für uns selbstverständlich und wir verschwenden keinen Gedanken an ihn, solange er sich mit gewohnter Regelmäßigkeit einstellt. Damit der Schlaf wohltuend und erholsam bleibt, sollte man einige Tipps beachten, Störfaktoren ausschließen und mit einer Tasse Kräuter- und Früchtetee unbeschwert der Nacht entgegenblicken.

Das Schlafbedürfnis eines jeden ist unterschiedlich. Wichtig ist, dass man sein Schlafbedürfnis kennt und entsprechend lange schlummert. Nur rein statistisch gibt es eine ideale Zeitspanne: Wer regelmäßig sieben Stunden schläft, hat die höchste Lebenserwartung. Damit dies auch klappt sollte man einige Ratschläge beachten: 

Ruhen mit Riten
Rituale geben Halt, entspannen und beruhigen. Den Tag mit einer festen Gewohnheit zu beenden, lässt uns noch besser in den Schlaf finden. Das kann ein Schlummertrunk sein, der jeden Abend zur selben Zeit genossen werden sollte. Besonders geeignet ist eine Tasse Kräutertee, die wohlige Wärme mit Wirkung verknüpft. Einen beruhigenden und ausgleichenden Effekt haben unterschiedliche Pflanzen. Die Wirkung von Kräutern ist seit Jahrhunderten bekannt. Insbesondere Zubereitungen aus Baldrian, Melisse, Hopfen und Passionsblume haben sich in der täglichen Praxis bewährt. Auch Kräutertees aus Fichtennadeln, Heublume, Kamille, Lavendel, Lindenblüten, Pfefferminze und Veilchenblättern enthalten Inhaltsstoffe, die helfen können, das Ein- und Durchschlafen zu fördern.

Entspannung trainieren
Häufig lösen Stress und Alltagsprobleme Schlafstörungen aus. Um die innere Anspannung abzubauen, empfehlen Schlafmediziner verschiedene Entspannungsmethoden. Gut bewährt haben sich autogenes Training, Meditation und Yoga. Aber gut Ding will Weile haben: Der positive Effekt stellt sich meistens erst nach Wochen regelmäßigen Übens ein.

Um besser einschlafen zu können, sollte man nur müde ins Bett gehen und kurze Nickerchen am Abend vermeiden. Ob man vor oder nach Mitternacht ins Bett geht, ist ganz egal. Entscheidend ist, dass man in den ersten Stunden, in denen die Tiefschlafphasen am längsten sind, ungestört schläft. Im Tiefschlaf erholt sich der Körper am besten. Ideal wäre es, sich jeden Tag etwa zur gleichen Zeit schlafen zu legen und morgens wieder aufzustehen. Auch ein gutes Raumklima ist wichtig – 18 bis 20 Grad bei regelmäßigem Lüften haben sich als optimal erwiesen. 

Schlafkiller ausschalten
Weder mit einem vollen noch mit einem leeren Magen schläft es sich gut. Die letzte größere Mahlzeit sollte mindestens drei Stunden vor dem Zubettgehen eingenommen werden. Auch auf koffeinhaltige Getränke sollte drei bis vier Stunden vor der Schlafenszeit verzichtet werden, da sie die Hirntätigkeit anregen und das Einschlafen dann schwerer fällt.

Alkohol setzt dagegen die Hirnaktivität herab, man wird müde und schläft zunächst gut ein. Allerdings reduziert sich die Schlafqualität. Gerade wer vor dem Zubettgehen etwas mehr Alkohol trinkt, wacht nachts leichter auf, muss häufiger zur Toilette, hat öfter Alpträume und morgens eventuell sogar Kopfschmerzen.

Als verdauungsfördernder Digestiv nach einem reichhaltigen Essen ist daher ein Kräutertee sinnvoll. Empfehlenswert sind Mischungen mit Anis, Fenchel, Kümmel, Salbei, Zimt und Melisse, da diese Tees wunderbar schmecken, die Verdauung beleben und hilfreich gegen krampfartige Beschwerden und Blähungen sind.

Sportliche Aktivitäten fördern einen erholsamen Schlaf, sollten jedoch möglichst auf den Vormittag verlegt werden, da das Nervensystem sonst zu stark gereizt ist und man Mühe hat „herunterzufahren“.

Wir wachen jede Nacht etwa zehnmal auf. Meist sind diese Momente kürzer als eine Minute. Am nächsten Morgen erinnert man sich nicht mehr daran. Je älter die Schlafenden sind, desto eher erinnern sie sich an die wachen Momente. Wer nachts häufiger für längere Zeit aufwacht, sollte sich nicht im Bett hin und her wälzen, sondern lieber aufstehen und sich mit einer nicht zu aufregenden Tätigkeit beschäftigen und sich dann wieder zu Bett begeben.