Marktdaten 2010 - 2015

Trend zur Natur gibt neue Impulse

Noch nie wurde in Deutschland so viel Kräuter- und Früchtetee getrunken wie in 2015. Mit 13,1 Mrd. Tassen konsumierten die Bundesbürger 3 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie die Marktzahlen der Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e.V. (WKF) belegen. Mit insgesamt 39.249 Tonnen unterstreicht dieses Absatzhoch trotz eines recht milden Winters die zunehmende Beliebtheit dieser Tees im Segment der Getränke.

Deutlicher Zuwachs bei nicht-aromatisierten Kräuterteemischungen
Mit einer Steigerung von 13,4 Prozent haben vor allem die nicht-aromatisierten Kräuterteemischungen gegenüber dem Vorjahr zugelegt. Der Gesamtanteil der Mischungen bei Kräuter- und Früchtetees konnte so um 4,8 Prozent auf 48 Prozent ausgebaut werden. Besonders facettenreich zeigt sich die nahezu unendliche Geschmacks- und Angebotsvielfalt, die dieses Getränk für alle Gelegenheiten, bei Jung und Alt, ob heiß oder kalt und egal zu welcher Jahreszeit so attraktiv macht. „Die vielfältigen Kräuter- und Früchtetees sind beliebter denn je“, so Dr. Monika Beutgen, Geschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e.V. „Mit unserem Naturprodukt treffen wir genau den Wunsch der Verbraucher nach mehr Regionalität und Natürlichkeit bei Lebensmitteln.“

Pfefferminze weiterhin beliebteste Sorte
Auf der Beliebtheitsskala der Deutschen liegt die Monosorte Pfefferminze weiterhin vorne. Im Vergleich zum Vorjahr konnte sie um 2,8 Prozent auf 5.792 Tonnen zulegen. Aber nicht nur als Monotee ist die Pfefferminze äußerst beliebt, auch in Mischungen unterschiedlicher Minzen oder in Kombination mit Zitrusfrüchten kommt ihr eine große Bedeutung zu. Fenchel, auf Platz 2, bleibt weitestgehend unverändert mit 4.290 Tonnen. Platz 3 der Monosorten belegt die Kamille mit einem leichten Zuwachs von 1 Prozent auf 4.136 Tonnen. Die drei Klassiker sind seit vielen Jahren die beliebtesten Kräutertees. Hagebutte und Hibiskus haben mit 5,4 Prozent und 2.108 Tonnen ihren Anteil gehalten. Eine Dürreperiode in Südafrika führte zu Ernteverlusten und somit zu einem eingeschränkten Angebot von Rooibos. In der Folge verringerte sich der Absatz dieser Teesorte. Dennoch erfreulich: Grüner Rooibos wird wesentlich häufiger getrunken als noch im Jahr zuvor. Der Absatz von Mate legte deutlich zu (+ 6,9 Prozent) und stabilisierte sich mit einem Absatz von 600 Tonnen. Weitere kleinere Kräuterteesorten, wie z.B. Ingwer und Melisse, haben weiter an Bedeutung gewonnen und sind insgesamt um 11,3 Prozent gewachsen. Der Anteil der Kräuter- und Früchtetees aus biologischem Anbau ist um gut 140 Tonnen auf 2.355 Tonnen gestiegen. Der Anteil am Gesamtmarkt für Kräuter- und Früchtetees liegt damit bei 6 Prozent.

Sorte 2016Absatz in
Tonnen 2016
Veränderung
zu 2015
Kräuter- und Früchtetee gesamt:39.445+ 0,5 %
Kräuter und Früchtetee Mono19.492- 4,5 %
   Pfefferminze5.511- 4,8 %
   Fenchel4.291+/- 0,0 %
   Kamille4.070- 1,6 %
   Rotbusch/Rooibos2.005- 26,0 %
   Hagebutte/Hibiskus1.990- 5,6 %
   Sonstige1.625+ 18,2 %
Kräuter- und Früchtetee-Mischungen19.953+ 5,9 %
   aromatisiert12.690+ 5,6 %
   nicht-aromatisiert7.263+6,4 %
Alle Sorten Anteil am
Markt
Bio-Anteil2.446+ 0,2 %

        

Der Trend geht zur Vielfalt

Ob heiß oder eiskalt: Kräuter- und Früchtetee ist mit 38.106 verkauften Tonnen in 2014 eines der beliebtesten Getränke der Deutschen, wie die Marktzahlen der Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e.V. (WKF) belegen. Kräuter- und Früchtetees sind ein Getränk für alle Lebenslagen und Jahreszeiten. Dies zeigt das erneute Absatzhoch in 2014. Trotz des extrem milden Winters  lag der Absatz lediglich 738 Tonnen (- 1,9 %) unter dem des Rekordjahres 2013.

Abwechslung und Wellness sind gefragt: Hiervon profitierten die Kräuter- und Früchtetee-Mischungen und kleinere Sorten wie Ingwer und Zitronenverbene mit einem Absatzplus. Die Pfefferminze ist und bleibt die beliebteste Sorte der Deutschen. Der Anteil der Kräuter- und Früchtetees aus biologischem Anbau ist mit 5,9 % stabil mit leicht steigender Tendenz.„Trotz des milden Winters bescherte uns die Lust der Verbraucher auf heiße und insbesondere eiskalte Kräuter- und Früchtetees einen hohen Absatz in 2014“, so Dr. Monika Beutgen, Geschäftsführerin der WKF. „Der Wellnesstrend und die steigende Popularität von Tee stimmen uns auch für 2015 äußerst optimistisch“.

12,7 Milliarden Tassen (Anm.: auf Basis von 3g pro Tasse gerechnet) Kräuter- und Früchtetee wurden 2014 konsumiert.

Die Deutschen geben den Monosorten wie Pfefferminze, Fenchel, Kamille, Hagebutte und Rotbusch, auf die 52,8 % der 38.106 Tonnen Kräuter- und Früchtetee entfallen, knapp den Vorzug. Mit einem Anteil von 47,2 % steigern die Kräuter- und Früchtetee-Mischungen kontinuierlich ihren Anteil am Gesamtverbrauch.

Pfefferminze unschlagbar
Die Monosorten beteiligten sich mit 20.130 Tonnen, einem Rückgang von 3,7 % im Vergleich zum Vorjahr, am Gesamtabsatz der Kräuter- und Früchtetees. Beliebtester Tee ist und bleibt die Pfefferminze, welche mit 5.634 Tonnen (2013: 5.987 Tonnen) auf hohem Niveau liegt. Platz zwei und drei belegen Fenchel (4.281 Tonnen) und Kamille (4.095 Tonnen). Der auf Platz vier rangierende südafrikanische Rotbusch/Rooibos kann nach einem leichten Rückgang in 2013 erneut Zuwächse (+ 3,2 %) verzeichnen. Der Grüne Rotbusch hat sich in diesem Segment mittlerweile fest etabliert. Die „sonstigen Monosorten“ sind mit 2,2 % Zuwachs weiter gestiegen. Gut 500 Tonnen der insgesamt 1.235 Tonnen fallen auf Mate, die sich nach einem Hoch in 2013 wieder auf dem Niveau von 2012 stabilisiert hat. Von der Vorliebe der Verbraucher für geschmackliche Vielfalt profitierten kleinere Monosorten wie Ingwer und Zitronenverbene sowie Kräuter- und Früchtetee-Mischungen.

Vielfalt setzt sich durch
Die Mischungen (17.976 Tonnen) konnten ihren Anteil am Kräuter- und Früchtetee-Markt mit einem Plus von 0,2 % behaupten.
Die nicht-aromatisierten Mischungen blieben stabil mit einem leichten Rückgang um 0,3 % auf 6.020 Tonnen (2013: 6.025), wovon die aromatisierten Mischungen (+ 0,3 %) profitiert haben, deren Anteil mit 11.956 Tonnen fast doppelt so hoch ist.

Sorte 2014Absatz in
Tonnen 2014
Veränderung
zu 2013
Kräuter- und Früchtetee gesamt:38.106  - 1,9 %
Kräuter und Früchtetee Mono20.103- 3,7 %
   Pfefferminze5.634- 5,9 %
   Fenchel4.281- 4,9 %
   Kamille4.095- 6,7 %
   Rotbusch/Rooibos2.775+ 3,2 %
   Hagebutte/Hibiskus2.110- 0,9 %
   Sonstige1.235+ 2,2 %
Kräuter- und Früchtetee-Mischungen17.976+ 0,2 %
   aromatisiert11.956+ 0,3 %
   nicht-aromatisiert6.020- 0,1 %
Alle Sorten  

Anteil am Markt

Bio-Anteil2.248+ 1,5 %

        

Mit einem Absatz von 38.844 Tonnen Kräuter- und Früchtetee präsentiert die Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e.V. (WKF), Hamburg, in 2013 die höchsten Absatzzahlen aller Zeiten. 1.058 Tonnen mehr Kräuter- und Früchtetee als im Vorjahr konsumierten die deutschen Verbraucher. Damit konnte der erfolgreiche Absatz aus 2012 um 2,8 % gesteigert werden. Ein strenger Winter und das kalte Frühjahr dürften zur steigenden Beliebtheit beigetragen haben. Der Trend zur Vielfalt in der Tasse bescherte den Kräuter- und Früchtetee-Mischungen einen Anteil von 46,2 % am Gesamtabsatz und ein starkes Wachstum von 5,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Die klassischen Monosorten halten sich stabil bei 20.904 Tonnen und behaupten ihren Hauptanteil am Absatz mit 53,8 %. Die beliebteste Sorte ist in diesem Segment wie jeher die Pfefferminze. Im Gesamtmarkt steigerte sich der Bio-Anteil leicht um 4,6 % und hält sich stabil mit 5,7 % am Markt (2012: 5,6 %). „Wir sind überaus zufrieden mit dieser Entwicklung. Kräuter- und Früchtetee haben sich in ihrer ganzen Vielfalt etabliert und sind nach wie vor im Trend“, so Dr. Monika Beutgen, Geschäftsführerin der WKF. „Die Lust der Verbraucher auf eigene Eisteekreationen stimmt uns auch für den Sommer zuversichtlich“.

Rund 12,9 Milliarden Tassen (Anm.: auf Basis von 3g pro Tasse gerechnet) Kräuter- und Früchtetee wurden 2013 konsumiert. Die Vorliebe der Deutschen gilt den Monosorten wie Pfefferminze, Fenchel, Kamille, Hagebutte und Rotbusch, auf die 53,8 % der 38.844 Tonnen Kräuter- und Früchtetee entfallen. Mit einem Anteil von 44,2 % steigern die Kräuter- und Früchtetee-Mischungen kontinuierlich ihren Anteil am Gesamtverbrauch.

Mit Vielfalt auf Erfolgskurs
Die Mischungen (19.940 Tonnen) konnten ihren Anteil am Kräuter- und Früchtetee-Markt weiter ausbauen und verzeichnen eine Steigerung von 5,9 % im Vergleich zum Vorjahr.
Die nicht-aromatisierten Mischungen wuchsen um 9,6 % auf 6.025 Tonnen (2012: 5.497), dennoch sind die aromatisierten Mischungen mit 11.915 Tonnen fast doppelt so beliebt beim Verbraucher.

Pfefferminze ist der Favorit beim Verbraucher
Die Monosorten konnten sich 2013 mit einer leichten Steigerung von 0,3 % gegenüber dem Vorjahr an dem Erfolg der Kräuter- und Früchtetees beteiligt. Beliebtester Tee bleibt die Pfefferminze, welche mit 5.987 Tonnen (2012: 5.950 Tonnen) stabil auf hohem Niveau bleibt. Platz zwei und drei belegen Fenchel (4.502 Tonnen) und Kamille (4.389 Tonnen). Der südafrikanische Rotbusch/Rooibos streicht als einzige Sorte leichte Verluste (- 2,3 %) ein. Deutschland ist nach Südafrika das stärkste Konsumland des bei uns auf Platz vier etablierten Rotbusch/Rooibos. Hagebutte/Hibiskus verzeichnet mit 2.129 Tonnen einen leichten Zuwachs (2.101 Tonnen in 2012). Die „sonstigen Monosorten“ sind mit 3,6 % Zuwachs weiter gestiegen. Gut 700 Tonnen der insgesamt 1.208 Tonnen fallen auf Mate (+ 40 % im Vergleich zum Vorjahr), der damit deutlich an Bedeutung gewinnt.

Kräuter- und Früchtetee gesamt:38.844+ 2,8 %
Kräuter- und Früchtetee-Mono20.904+ 0,3 %
   Pfefferminze5.987+ 0,6 %
   Fenchel4.502+ 0,1 %
   Kamille4.389+ 0,3 %
   Rotbusch/Rooibos2.689- 2,3 %
   Hagebutte/Hibiskus2.129+ 1,3 %
   Sonstige1.208+ 3,6 %
Kräuter- und Früchtetee Mischungen17.940+ 5,9 %
   aromatisiert11.915+ 4,0 %
   nicht-aromatisiert6.025+ 9,6 %
Alle Sorten 

Anteil am Markt

Bioanteil2.214+ 4,6 %
Marktreport: Deutschland genießt 12,6 Milliarden Tassen Kräuter- und Früchtetee in 2012.

Mit einem Absatz-Plus von 5,5 % im Vergleich zum Vorjahr präsentiert die Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e.V. (WKF), Hamburg,  in 2012 die besten Verkaufszahlen der letzten sieben Jahre. Insgesamt 37.786 Tonnen genossen die deutschen Verbraucher und damit 1.970 Tonnen mehr Kräuter- und Früchtetee als 2011. Die klassischen Monosorten haben mit 20.842 verkauften Tonnen den größten Anteil daran, nämlich 55,2 %. Die beliebtesten Sorten in diesem Segment waren Pfefferminze, Fenchel und Kamille. Die Kräuter- und Früchtetee-Mischungen konnten mit 16.944 Tonnen um 6,6 % zum Vorjahr zulegen und haben einen Gesamtanteil von 44,8 %. Stärkstes Segment waren hier die aromatisierten Kräuter- und Früchtetees, die um 9,9 % zulegten. Der Bio-Anteil konnte sich leicht auf 5,6 % am Gesamtmarkt (2011: 5,5, %) steigern. „Kräuter- und Früchtetee wird immer trendiger und durch neue Kreationen noch vielseitiger, so Dr. Monika Beutgen, Geschäftsführerin der WKF. „Nach dem langen kalten Winter ist die Branche auch für 2013 zuversichtlich“.

Traditionell gehört die Vorliebe der Deutschen den Monosorten wie Pfefferminze, Fenchel, Kamille, Hagebutte und Rotbusch, auf die 55,2 % der rund 12,6 Milliarden Tassen Kräuter- und Früchtetee (Anm.: auf Basis von 3g pro Tasse gerechnet) entfallen. Die anderen 44,8 % teilen sich aromatisierte und nicht-aromatisierte Mischungen.

Fenchel folgt der Pfefferminze
Die Monosorten waren 2012 mit einer Steigerung von 4,6 % gegenüber dem Vorjahr an dem Erfolg der Kräuter- und Früchtetees beteiligt. Beliebtester Tee bleibt die Pfefferminze, mit 5.950 Tonnen (2011: 5.839 Tonnen) fast unverändert. Obwohl die Kamille mit 4.375 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 % zulegen konnte, wurde sie von Platz zwei durch den würzigen Fenchel verdrängt, der sich mit einem Plus von 13,6 % auf 4.498 Tonnen steigern konnte. Mit einem leichten Rückgang um 2,3 % hat sich der südafrikanische Rotbusch/Rooibos bei einem hohen Verbrauch von 2.753 Tonnen eingependelt. Der auf Platz 4 der populärsten Monotees etablierte Rotbusch/Rooibos wird nur in seinem Herkunftsland Südafrika mehr konsumiert als bei uns. Hagebutte/Hibiskus ist mit 2.101 Tonnen nahezu stabil geblieben (2.113 Tonnen in 2011). Die „sonstigen Sorten“ haben mit 1.165 Tonnen um 17,8 % zugelegt, wobei Mate stabil bei 500 Tonnen rangiert.

Mischungen holen auf
Die Mischungen konnten ihren Anteil am Kräuter- und Früchtetee-Markt weiter ausbauen und verzeichnen eine Steigerung von 6,6 % im Vergleich zum Vorjahr.

Während die nicht-aromatisierten Mischungen mit 5.497 Tonnen (2011: 5.486) fast gleich blieben, gewannen die aromatisierten Mixe 9,9 % auf 10.414 Tonnen und sind damit hauptverantwortlich für den Anstieg dieses Segmentes auf 16.944 Tonnen (2011: 15.900 Tonnen).

Sorte 2012Absatz in Tonnen2012 vs. 2011
Kräuter- und Früchtetee gesamt:37.786+ 5,5 %
Kräuter- und Früchtetee-Mono20.842+ 4,6 %
   Pfefferminze5.950+ 1,9 %
   Kamille4.375+ 4,2 %
   Fenchel4.498+ 13,6 %
   Hagebutte/Hibiskus2.101- 0,6 %
   Rotbusch/Rooibos2.753- 2,3 %
   Sonstige1.165+ 17,8 %
Kräuter- und Früchtetee Mischungen16.944+ 6,6 %
   aromatisiert11.447+9,9 %
   nicht-aromatisiert5.497+ 0,2 %
Alle Sorten 

Anteil am Markt

Bioanteil2.116+ 7,4 %
Marktreport: Milder Winter sorgt für leichten Absatzrückgang in 2011.

Viele mögen’s heiß: Kräuter- und Früchtetee ist mit 35.816 verkauften Tonnen auch in 2011 ein hochgeschätztes Heißgetränk der Bundesbürger. Der Absatz blieb aufgrund des milden Herbst/Winters jedoch leicht hinter den Erwartungen zurück. Die aktuellen Marktzahlen der Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e. V. (WKF), Hamburg, weisen gegenüber dem Rekordjahr 2010 einen leichten Rückgang um 4,2 % aus (2010: 37.386). Das größte Segment mit 55,6 % blieben die klassischen Monosorten, die sich mit 19.916 Tonnen nahezu stabil zeigen. Die Klassiker wie Pfefferminze, Kamille und Fenchel waren wie gewohnt die Hits in diesem Segment. Die vielfältigen Kräuter- und Früchtetee-Mischungen verloren um 7,1% auf 15.900 Tonnen, vorwiegend die aromatisierten Sorten. Der Bio-Anteil (5,5 % Anteil am Markt) stieg leicht an und verfügt noch über Potential, es muss jedoch mit Engpässen im Rohstoffmarkt gerechnet werden. „Nach dem Rekordjahr 2010 sind diese Schwankungen normal“, sagt Dr. Monika Beutgen, Geschäftsführerin der WKF. „In 2012 erwarten wir wieder ein Wachstum.“

Der Trend ging 2011 abermals zu Monosorten wie Pfefferminze, Kamille und Rotbusch, auf die gut 55 % der rund 12 Milliarden Tassen Kräuter- und Früchtetee (Anm.: auf Basis von 3g pro Tasse gerechnet) entfielen. Die anderen 45 % teilen sich aromatisierte und nicht-aromatisierte Mischungen.

Minze, Mille & Co. bleiben beliebt
Die Monosorten waren 2011 mit einem Rückgang von 4,2 % gegenüber den Mischungen geringeren Schwankungen unterlegen. Für die kleinen Verluste ist allein Hagebutte/Hibiskus verantwortlich mit ei- nem Absatzrückgang von 17,5 % auf 2.113 Tonnen (2010: 2.561 Tonnen). Beliebtester Tee bleibt traditionell Pfefferminze, mit 5.839 Tonnen (2010: 5.859 Tonnen) fast unverändert, gefolgt von Kamille. Die zarte Blüte erfreut sich ihres 2. Platzes stabil mit 4.199 verkauften Tonnen (2010: 4.201 Tonnen). Über ein leichtes Plus von 0,8 % auf 3.959 Tonnen kann sich der würzige Fenchel freuen. Den gleichen Zuwachs erzielte auch der südafrikanische Rotbusch/Rooibos, der sich auf Platz 4 der populärsten Monotees etabliert hat. Die „sonstigen Sorten“ spielen mit 989 Tonnen (2010: 921) eine untergeordnete Rolle im Monomarken-Segment, konnten aber im Vergleich zum Vorjahr um 7,4% zulegen. Die wichtigste Sorte in diese Gruppe ist der Mate mit 500 Tonnen.

Gemixte Vorlieben bei den Mischungen
Aus Kräuter- und Früchtetee-Sicht offenbarten die Verbraucher letztes Jahr erneut eine Passion zum Purismus. Während die nicht-aromatisierten Mischungen mit 5.486 Tonnen (2010: 5.575) fast gleichbleibend blieben, verloren die aromatisierten Mixe -9,8% auf 10.414 Tonnen und sind damit hauptverantwortlich für den Rückgang dieses Segments auf 15.900 Tonnen (2010: 17.120 Tonnen).

Sorte 2011Absatz in Tonnen2011 vs. 2010
Kräuter- und Früchtetee gesamt:35.816- 4,2 %
Kräuter- und Früchtetee-Mono19.916- 1,7 %
   Pfefferminze5.839- 0,3 %
   Kamille4.199+/- 0 %
   Fenchel3.959+ 0,8 %
   Hagebutte/Hibiskus2.113- 17,5 %
   Rotbusch/Rooibos2.817+ 0,8 %
   Sonstige989+ 7,4 %
Kräuter- und Früchtetee Mischungen15.900- 7,1 %
   aromatisiert10.414- 9,8 %
   nicht-aromatisiert5.486- 1,6 %
Alle Sorten Anteil am Markt
Bioanteil1.970+ 5,5 %
Mischungen beliebter denn je

Ein Absatz-Plus von 2,1 % bescherte dem deutschen Markt der Kräuter- und Früchtetees in 2010 die besten Verkaufszahlen der letzten fünf Jahre. Mit 37.386 Tonnen genossen die Verbraucher 769 Tonnen mehr des aromatischen Aufgussgetränks als 2009. Hauptgewinner sind die Kräuter- und Früchtetee-Mischungen mit einem Zuwachs von 5,6 % auf 17.120 Tonnen, belegen die aktuellen Marktdaten der Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e.V. (WKF), Hamburg.

Seit Aufzeichnungsbeginn 2002 legte dieses Segment um14 % zu und macht nun 45,8 % des Marktes aus (2009: 44,2 %). Das größte Segment mit 54,2 % blieben die Monosorten wie Pfefferminze, Hagebutte und Rotbusch, die sich mit 20.266 Tonnen (2009: 20.409 Tonnen) stabil präsentieren. „Die Kräuter- und Früchtetee-Mischungen versprechen auch in 2011 Wachstum, ebenso wie der Bio-Bereich“, sagt Dr. Monika Beutgen, Geschäftsführerin der WKF. Wellness- und Lifestyle-orientierte Mixe in Verbindung mit neuen Geschmacksrichtungen sollen die Deutschen auch in diesem Jahr begeistern.

Das Plus von 769 Tonnen Kräuter- und Früchtetee entspricht 256 Millionen Tassen (Anm.: auf Basis von 3g pro Tasse gerechnet), so dass 2010 insgesamt 12,46 Milliarden Tassen des vielseitigen Naturproduktes getrunken wurden.

Rotbusch gewinnt (welt-)meisterlich
Im nahezu stabilen Segment der Monosorten Kräuter- und Früchtetee profitierte der südafrikanische Rooibos/Rotbusch von der Fußball-WM in seiner Heimat. Er stieg in der Gunst der Verbraucher gleich um 8 %. Mit 2.795 Tonnen hat der außergewöhnliche Kräutertee nach leichtem Einbruch im Vorjahr in 2010 wieder das Niveau von 2008 erreicht.
Die klassischen und beim Verbraucher sehr beliebten Monosorten zeigen eine stabile Entwicklung. Top-Hit der 20.266 abgesetzten Tonnen (2009: 20.409 Tonnen) bleibt Pfefferminze mit 5.859 Tonnen (2009: 5.950 Tonnen). Auf Platz zwei folgt die milde Kamille mit 4.201 Tonnen auf Vorjahresniveau (2009: 4.228). Dahinter etablierte sich der würzige Fenchel, der sich nach einem Plus in 2009 nun auf 3.929 Tonnen einpendelte (2009: 4.028). Die sich seit geraumer Zeit verschärfende Rohstoffverknappung machte sich 2010 wieder am deutlichsten bei Hagebutten/Hibiskus-Tee bemerkbar, der mit einem Minus von 4,5 % auf 2.561 Tonnen seinen vierten Platz erstmalig an den Rotbusch abgeben musste. Die „sonstigen Sorten“ spielen mit 921 Tonnen (2009: 934) weiterhin eine untergeordnete Rolle im Monomarken-Segment.

Mischungen für alle Möglichkeiten
Die Freude und der Genuss der Deutschen an den außerordentlich vielfältigen Kräuter- und Früchtetee-Mischungen sind ungebrochen. Gleich um 5,6 % auf 17.120 Tonnen (2009: 16.208) legten diese Kompositionen in 2010 zu. Die aromatisierten Mixe festigten sich mit 11.545 Tonnen (2009: 10.922), entsprechend einem Plus von 5,7 % weiter als begehrteste Gruppe. Fast ebenso erfolgreich nahmen die nicht-aromatisierten Mischungen um 5,5 % auf 5.575 Tonnen zu (2009: 5.286) zu.

Sorte Absatz2010 in Tonnen2010 vs. 2009
Kräuter- und Früchtetee gesamt:37.386+ 2,1 %
Kräuter- und Früchtetee-Mischungen17.120+ 5,6 %
   aromatisiert11.545+ 5,7 %
   nicht-aromatisiert5.286+ 1,0 %
Kräuter- und Früchtetee Mono20.266- 0,7 %
   Pfefferminze5.859- 1,5 %
   Kamille4.201- 0,6 %
   Fenchel3.929- 2,5 %
   Rotbusch/Rooibos2.795+ 8,0 %
   Hagebutte/Hibiskus2.561- 4,5 %
   Sonstige921- 1,4 %
Alle Sorten Anteil am Markt
Bioanteil1.9445,2 %
Daten und Fakten zum Verbrauch 2016
Deutsche trinken 40,4 Liter im Jahr

Hamburg, den 13. Juni 2017
2016 wurden deutschlandweit 16,4 Milliarden Tassen Kräuter- und Früchtetee getrunken.    Noch nie haben Kräuter- und Früchtetees einen so hohen Absatz auf dem deutschen Markt gefunden wie im vergangenen Jahr. Der Verbrauch stieg gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2015 von 39.249 auf 39.445 Tonnen an. Im Durchschnitt trinkt jeder Deutsche über das Jahr verteilt 40,4 Liter Kräuter- und Früchtetee, Tendenz steigend.  

Die Mischung macht's / Bio-Anteil leicht gestiegen
Um 5,9 Prozent stieg der Absatz für das Segment der Kräuter- und Früchteteemischungen im Vergleich zum Vorjahr. Das heißt, mehr als 50% der Deutschen greifen am liebsten zu Mischungen aus Kräutern und Früchten.  „Der Verbraucher ist experimentierfreudiger geworden und neugierig auf immer neue Geschmacksrichtungen. Ob frische Mischungen mit Ingwer oder Exotisches mit Moringa – die Frage nach gewagteren Kreationen wird lauter“, sagt Dr. Monika Beutgen, Geschäftsführerin der Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e.V. (WKF). Aber auch Tees mit Aroma gewannen an Bedeutung dank interessanter Tee-Kreationen, wie zum Beispiel Tee mit süßem Kuchen-Geschmack. Der Anteil der aromatisierten Mischungen stieg dadurch auf mehr als ein Drittel des Gesamtverbrauchs.

Mit 0,2 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen ist der Anteil an Kräuter- und Früchtetees aus biologischem Anbau und beläuft sich nun auf 6,2 Prozent.

Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz
Allseits beliebt bei den Monosorten ist und bleibt die Pfefferminze als Lieblingstee der Deutschen mit 14 Prozent. Danach folgen mit etwas Abstand Fenchel-  und Kamillentee.

Traditionell bekannt aus Argentinien hat Mate, ein koffeinhaltiger Kräutertee, sich auch mittlerweile hier in Deutschland etabliert.

Geheimtipp grüner Rooibos / Dürre lässt den Rooibos-Absatz einbrechen
Schwere Einbrüche meldet die Branche 2016 beim Rooibos-Tee: Eine dramatische Dürre in Südafrika und damit verbundene starke Ernterückgänge ließen den Absatz um 26 Prozent sinken. Eine beliebte Spezialität von Insidern in diesem Segment ist der grüne Rooibos-Tee. Hier zeichnet sich jetzt schon eine wachsende Bedeutung ab. Im Geschmack ist grüner Rooibos etwas herber und frischer als der rote, fermentierte Südafrikaner.

Branche ist optimistisch / Ein Getränk für jedermann für jede Jahreszeit
Mit 40,4 Litern pro Kopf tranken die Deutschen 2016 fast einen halben Liter mehr Kräuter- und Früchtetee als im Jahr zuvor. Die Branche blickt optimistisch in die Zukunft. Vielseitig einsetzbar, attraktiv für Alt und Jung bietet Kräuter- und Früchtetee die unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen und ist außerdem ein Genussgetränk für Winter und Sommer. Denn schon die Beduinenvölker haben es gewusst – auch in warmen Sommermonaten kann Tee erfrischen und kühlen. Egal ob die Entscheidung auf die heiße oder kalte Variante in Form von Eistee fällt - Kräuter- und Früchtetees sind das ideale Getränk für die moderne Gesellschaft: geschmackvoll, natürlich, unaufwendig und kalorienfrei.